Die Sommer-Schuhmode 2006 wird von Pantoletten, Sandaletten und Mokassins geprägt. Kork- und Hanfsohlen sowie Plateaus und Keilabsätze sind ebenso topaktuell wie Sandalen und Pumps mit kleinen, geschwungenen Absätzen. Doch nur bis in die Zehenspitzen gesunde und gepflegte Füße kommen darin richtig zur Geltung.
Unschöne Hornhaut und Druckstellen an Ballen, Fersen oder Zehen, Rötungen und eine spröde rissige Haut: Solche Makel an Zehen und Füßen entstehen oft durch enges oder falsches Schuhwerk. Mit einem intensiven Pflegeprogramm und etwas Geduld können sie jedoch behoben werden. Richtige Fußpflege fängt mit dem täglichen Waschen an. Am besten verwenden Sie eine milde Seife, sparsam dosiert. Sonst trocknet die Haut zu sehr aus und wird leicht rissig. Ein Fußbad macht müde Füße wieder munter und weicht auch die Hornhaut auf, die sich danach ganz leicht entfernen lässt. Mandelöl (pflegt trockene Haut), Teebaumöl (gegen Schweißfüße) oder Lemongras (wirkt belebend) machen aus einem simplen Fußbad ein echtes Wellness-Erlebnis.
Nach dem Waschen sollten Füße und Zehen gründlich abgetrocknet werden, auch wenn es gerade morgens oft schnell gehen muss. Vor allem die Zehenzwischenräume nicht vergessen, sonst kann in dem feuchtwarmen Klima leicht Fußpilz entstehen. Damit die Füße schön geschmeidig bleiben, gönnen Sie ihnen beim täglichen Eincremen ruhig etwas mehr als eine leichte Bodylotion. Spezielle Fußcreme oder eine gute Hautcreme, zum Beispiel mit Jojoba oder Aloe vera, pflegt und schützt zugleich.
Schätzungen zufolge leiden insgesamt 25 Millionen Deutsche, davon ca. 40 Prozent Frauen, an Fußpilz. Juckende, schuppige Haut kann ein Zeichen für Fußpilz sein − und der kann sexy Füßen im Sommer so richtig die Schau stehlen. Fußpilz sollte sofort und gründlich behandelt werden, weil er sich sonst schrittweise ausbreiten und sogar die Fußnägel befallen kann.
Nicht nur Kinder lieben das Barfußlaufen. Jeder sollte es so oft wie möglich tun − ob am Strand, auf dem Rasen im Garten oder auf weichem Waldboden. Die Natur wird mit dem feinen Tastsinn der Fußsohlen so viel intensiver empfunden. Barfußlaufen ist die natürlichste Form der Massage, härtet die Füße ab und beugt Schweißfüßen vor. Die natürliche Fußgymnastik kann mit speziellen Übungen wie Zehengreifen, Fußkreisen oder auf Zehenspitzen laufen ergänzt werden. Inzwischen gibt es bereits ausgewiesene Barfußwanderwege und organisierte Barfußliebhaber, die das Laufen ohne Schuhe propagieren.
Tipp für Diabetiker
Für Diabetiker birgt Barfußlaufen jedoch viele Gefahren, da schon kleinste Verletzungen an den Füßen fatale Folgen haben können. Ob auf der Wiese draußen oder in der eigenen Wohnung: Verzichten Sie der Gesundheit Ihrer Füße zuliebe auf die blanke Sohle. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Schuhe weich und bequem sind, nirgendwo drücken und kontrollieren Sie sie jedes Mal vor dem Anziehen von innen auf Verletzungsgefahren, beispielsweise durch Steinchen. Jeden Abend sollten Sie Ihre Füße mitsamt der Fußsohlen auf Druckstellen, Verletzungen oder Blasen untersuchen, wenn nötig mit einem Spiegel. Bei Problemen gehen Sie bitte umgehend zu einem geschulten Fußpfleger oder Arzt.
(dgk) Krankenkassenratgeber - Raguhn,Sachsen-Anhalt
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