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Gesund + Schön mit Aloe Vera
Worauf es beim Sonnenschutz ankommt
In Maßen ist UV-Licht für uns lebensnotwendig und viele Menschen sind von Natur aus Sonnenanbeter. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, erhöht sich bei einer Übertreibung dieser Anbetung jedoch schnell und die Anzahl der Neuerkrankungen steigt jährlich. Zum vernünftigen Umgang mit der Dosierung von Sonnenlicht gehören einige wichtige Verhaltensregeln, wie die Meidung der grellen Mittagssonne und vor allem die regelmäßige Erneuerung des richtigen Sonnenschutzmittels.

Welchen Lichtschutzfaktor (LSF) benötigt meine

Sommer, Sonne, Sonnencreme Haut?

Es werden von Dermatologen vier Hauttypen unterschieden, welche jeweils eine andere Eigenschutzzeit haben. Diese gibt die Sonnendauer an, welche man sich ohne Schaden zu nehmen, in der Sonne ohne zusätzlichen Schutz aufhalten kann und reicht von etwa zehn Minuten bei sehr heller, blasser Haut, verbunden meist mit blonden oder rötlichen Haaren bis hin zu 45 Minuten bei dunklem Teint und dunklen Haaren. Dabei muss allerdings beachtet werden, das diese Zeitspanne sich im Süden, bei leichtem Wind, sowie am Wasser verkürzt.
Mit einem zusätzlichen Lichtschutzfaktor kann die Eigenschutzzeit beträchtlich erhöht werden. Der Faktor des Lichtschutzes besagt, um welche Zahl sich die Eigenschutzzeit erhöht; rein rechnerisch könnte man sich mit einer Eigenschutzzeit von 10 Minuten und einem LSF 20 etwa 200 Minuten in der Sonne aufhalten. Allerdings sollte man nur zu etwa 60 Prozent seine maximale Sonnendauer ausreizen, da die Sonnencreme keinen vollständigen Schutz vor schädlichen Strahlungen und vorzeitiger Hautalterung bietet. Im Allgemeinen wird der LSF 15 bis 20 empfohlen, welcher eine gute Basis schafft und über 90 Prozent der UVB-Strahlen abhält. Der LSF 40 bringt nur einen geringfügig höheren Schutz, bei empfindlicher Haut sollte man sich lieber im Schatten aufhalten.

Wie schütze ich mich vor UVA- Strahlen?

Langwellige UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein und schädigen die elastischen Fasern der Unterhaut. Sie sind vor allem für die Hautalterung verantwortlich und erhöhen auch das Krebsrisiko. Eine einheitliche Regelung zur Kennzeichnung des UVA-Schutzes auf den Tuben der Sonnencremes gibt es zur Zeit noch nicht, jedoch sollte auf die Ausweisung eines hohen UVA-Schutzes geachtet werden. Anhaltspunkte bieten auch die Angaben „Din 67502“, „UVA-Balance“, „UVA-Filtersystem“, sowie „australischer Standard“.

Wie oft muss ich nachcremen?

Der aufgetragene Sonnenschutzfilter wird durch Kleidung, Handtuch, Wasser und Sand abgerieben, egal ob dieser wasserfest ist oder nicht. Um den Schutz weiterhin aufrecht zu erhalten, sollte alle 2 Stunden, sowie nach jedem Bad der Filter durch erneutes Eincremen aufgefrischt werden. Damit wird dieser aber nicht verlängert; Produkte mit dem Vermerk „allday“oder „daylong“ versprechen da schon eher eine langanhaltende Wirkung, allerdings ohne festgelegten Standard und einheitliche Bezeichnung. Um die erwünschte Wirkung zu entwickeln, sollte eine Sonnenschutzlotion 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnen aufgetragen werden. Verteilen Sie die Lotion sorgfältig und nicht zu sparsam; für den gesamten Körper wird etwa eine Handvoll und für das Gesicht etwa ein Teelöffel Lotion benötigt. Bei Produkten, welche eine „Sofortwirkung“ versprechen, sollte man eher skeptisch bleiben.

Brauchen Kinder einen besonderen Schutz?

Babys sollten im ersten Lebensjahr überhaupt nicht der Sonne ausgesetzt werden und danach nur in sonnengerechter Kleidung. Am besten sind die Kleinen sonnengeschützt mit Baumwoll-T-Shirt und Mütze im Schatten aufgehoben, wobei die unbedeckte Haut mit einem LSF 25 bis 40 gepflegt werden sollte.

Sind After-Sun-Produkte sinnvoll?

Nach dem Sonnenbad sollte die beanspruchte Haut immer mit einer kühlenden Körperlotion gepflegt werden. Eine spezielle Pflege versprechen After-Sun-Produkte, welche Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Vitamine, Kräuteressenzen und Photolyase (Algenenzym) enthalten, die genau auf die Bedürfnisse sonnengestresster Haut abgestimmt sind. Diese Pflegestoffe kühlen, sowie beruhigen die angegriffene Haut und reparieren zum Teil schon leichte UV-Schäden.

Für jeden Hauttyp das richtige Produkt:

Milch/Lotion: lässt sich gut verteilen, ist für alle Hauttypen geeignet
Öl: meist zu geringer LSF, Hautexperten raten davon ab
Spray: kein klebriges Einreiben, es verteilt sich gleichmäßig und schnell, gut für Kinder und Sportler
Gel: fettfrei, ohne Parfum und Konservierungsstoffe, zu empfehlen für Allergiker
Creme: reichhaltiger und dickflüssiger als Lotion/Milch, geeignet für Kinder oder speziell für empfindliche Zonen (Gesicht)

Quelle: Hörzu, S.Popovic

geschrieben am 09.07.2006 um 21:19 Uhr.