Menschen haben ca. 25.000 Körperhaare und (abhängig von der Haarfarbe) 90.000 (schwarz) bis 150.000 (blond) Kopfhaare.
* täglicher Haarverlust: 60–100 Stück
* Wachstumsrate: ca. 0,35 mm/Tag
* Haardicke: 0,07 mm (bis 0,12 mm
Haare wachsen ständig, auch bei Patienten, die im Koma liegen.
Das Haar ist grob in drei Schichten aufgebaut.
Die erste Schicht, Cuticula oder Schuppenschicht genannt, besteht aus flachen, übereinandergreifenden Zellen, vergleichbar mit einem Tannenzapfen. Sie besteht aus sechs bis zehn solcher Zelllagen. Die Schuppenschicht ist insofern wichtig, als diese den Gesundheitszustand des Haares am offensichtlichsten zeigt. Beim gesunden Haar liegt die Schuppenschicht flach an und ergibt so eine flache Oberfläche. Das Licht wird optimal reflektiert und ergibt so den gesunden Glanz des Haares.
Die Hauptmasse des Haares ist die Faserschicht oder Faserstamm (lat. Cortex). Hier spielen sich alle für den Frisör relevanten chemischen Prozesse ab. Der Cortex besteht aus einer großen Zahl feinster Keratinfasern, den Fibrillen. Diese entstehen vermutlich dadurch, dass sich Cortexzellen aneinanderlagern. Die Verbindung zwischen den beiden Zellen wird durch den Zellmembrankomplex hergestellt, den man sich als eine Art Kittsubstanz vorstellen kann. Die Reißfestigkeit und Elastizität des Haares sind auf diese Verkittung zurückzuführen.
Im Inneren des Haares finden wir den Markkanal (lat. Medulla). Er besteht aus Zellwandungen, Abbauprodukten der Cortexzellen und Fetten. Der Markkanal ist für den Aufbau und die Struktur des Haares vermutlich ohne Bedeutung.
Im unteren Bereich der Lederhaut entsteht das Haar an der Haarpapille. Im Bildungsbereich, der Matrix, lagern zahlreiche Melanozyten, die ihre Pigmente an das entstehende Haar abgeben. Die keratinreichen Hornzellen wandern nach oben und bilden dabei den Haarschaft, der sich innerhalb des Follikels zur Hautoberfläche schiebt.
Aufgaben und Funktionen der Haare (beim Menschen)
* Lichtschutz: Haare absorbieren UV-Strahlung und schützen somit den Kopf vor schädlichen Einflüssen des Sonnenlichts.
* Wärmeisolierung: Sie verhindern ein zu rasches Abkühlen des Kopfes.
* Feuchtigkeitsregulierung: Die Haut ist mit Schweißdrüsen versehen. Überschüssige Feuchtigkeit wird von den Haaren absorbiert. Allgemeiner Irrtum: unbehaarte Körper riechen stärker als behaarte.
* Hautflora: Auf jeder gesunden Haut leben Bakterien. Sie werden durch die Haare im richtigen Verhältnis gehalten.
Wachstum des Haares
* Anagenphase
In dieser Wachstumsphase bildet sich eine neue Haarwurzel, und die Produktion eines Haares beginnt. Die Anagenphase dauert ca. zwischen drei und sechs Jahren (die Dauer ist erblich vorgegeben). 85-90% der Haare auf der Kopfhaut befinden sich durchschnittlich in dieser Phase.
* Katagenphase
Übergangsphase, in der das Haarwachstum aufhört und eine Umstellung erfolgt (passiert innerhalb von etwa zwei Wochen). In dieser Phase befinden sich etwa 2-3% der Haare.
* Telogenphase
Mit dieser Endphase, in der sich bis zu 18% der Kopfbehaarung befindet, tritt das Haar in einen Ruhezustand ein, in der Haarwurzel findet kein Stoffwechsel mehr statt, sie "ruht", das Haar fällt in dieser Zeit aus. Sie dauert ca. drei Monate.
Die Inhaltsstoffe des Aloe Vera Blattmarks wirken günstig auf den Stoffwechsel der Hautzellen, die für die Haarbildung zuständig sind.